Titel: Ueber Mononitroresorcin.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 250/Miszelle 13 (S. 188)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj250/mi250mi04_13

Ueber Mononitroresorcin.

Nach A. Fèvre (Comptes rendus, 1883 Bd. 96 S. 790) erhält man das Natriumsalz dieser neuen Nitroverbindung, wenn man 1 Mol. Amylnitrit auf 1 Mol. Monoresorcinnatrium, C6H4.OH.ONa, kalt einwirken läſst. Aus dem erhaltenen Natriumsalze scheidet Schwefelsäure freies Mononitroresorcin, C6H3.NO(OH)2 + H2O, ab, welches aus Alkohol in goldgelben Nadeln krystallisirt.

Das Nitroresorcin gibt mit allen Phenolen Farbstoffe, mit Resorcin und Schwefelsäure z.B. das Diazoresorufin von Weselsky nach der Gleichung: 4C6H3.NO(OH)2 + 2C6H4(OH)2 = C36H18N4O9 + 7H2O. Das Diazoresorufm wird nach diesem Verfahren fabrikmäſsig dargestellt. Mit Dimethylanilin gibt Nitroresorcin einen violetten Farbstoff, ähnlich dem von Meldola aas Resorcin und Nitrosodimethylanilin erhaltenen. Essigsaures Anilin in alkoholischer Lösung gibt eine in stahlblauen Nadeln krystallisirende Verbindung C18H14N2O2, nach der Gleichung: 2C6H5.NH2 + C6H3.NO(OH)2 = C18H14N2O2 + NH3 + H2O. Der bei 238° schmelzende Farbstoff löst sich weder in verdünnten Säuren, noch in Alkalien.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: