Titel: Verfahren zur Untersuchung des Methylenblau.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 250/Miszelle 8 (S. 284)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj250/mi250mi06_8

Verfahren zur Untersuchung des Methylenblau.

Um dem sonst ins Grünliche stechenden reinen Methylenblau einen angenehmeren Ton zu geben, wird dasselbe oft mit Methylviolett u. dgl. versetzt, welches jedoch seine Lichtechtheit beeinträchtigt. Setzt man nun nach F. Storck und C. Benade (Berichte der österreichischen chemischen Gesellschaft, 1883 S. 38) reines Methylenblau zu einer sauren Lösung von Zinnchlorür (1 Th. Salzsäure auf 1 Th. Salz), so wird dasselbe so zu sagen gänzlich entfärbt, während Methylviolett seine Farbe auffallend ins Gelbe ändert. Ebenso verhalten sich Fuchsin, Methylgrün, Neugrün, Malachitgrün; Alkaliblau behält seine Farbe. Setzt man zu der Flüssigkeit krystallisirtes essigsaures Natrium, damit die Salzsäure vollständig gebunden wird, so tritt die ursprüngliche Farbe der Beimengung – sei es Violett, Fuchsin oder eines der oben angeführten Grün – hervor, welche sogar beim Erwärmen beständig ist, während das Methylenblau farblos bleibt. Behandelt man das fragliche Methylenblau statt mit Salzsäure mit Essigsäure und setzt nun einige Tropfen Chloroform hinzu, so erhält man beim Absetzen eine leicht erkennbare Lösung des beigemengten Farbstoffes, falls dieser Violett oder eines der genannten Grün ist. Der nämliche Versuch, mit Aether angestellt, läſst das Fuchsin erkennen, welches von Chloroform nicht angezeigt wird.

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