Titel: Zur Entphosphorung des Eisens.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 250/Miszelle 7 (S. 330)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj250/mi250mi07_7

Zur Entphosphorung des Eisens.

Die beim basischen Prozesse in Horde erhaltene Schlacke zeigt, wie G. Hilgenstock in Stahl und Eisen, 1883 S. 498 berichtet, zuweilen ausgedehnte Krystallbildungen. Die Untersuchung der möglichst rein abgetrennten Krystalle ergab 61,10 Proc. Kalk und 38,14 Proc. Phosphorsäure, entsprechend der Formel C4P2O9. Dieses Auftreten von vierbasisch phosphorsaurem Kalke dürfte, theilweise wenigstens, den heute noch verhältniſsmäſsig hohen Kalkzuschlag beim basischen Prozesse erklären.

Nach A. D. Carnot und Richard (Revue industrielle, 1883 S. 365) zeigte eine basische Schlacke von Joeuf (Meurthe et Moselle) in den Hohlräumen blaue, durchscheinende Krystalle folgende Zusammensetzung:

Phosphorsäure 29,65
Kieselsäure 12,42
Thonerde 2,76
Kalk 53,20
Magnesia Spur
Eisenoxydul 1,80
Manganoxyd Spur
–––––
99,83.

Die Krystalle entsprechen somit einem Calciumsilicophosphate mit kleinen Mengen Eisenoxydul und Thonerde.

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