Titel: Ueber den Phosphorgehalt der Minette.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 250/Miszelle 8 (S. 330–331)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj250/mi250mi07_8

Ueber den Phosphorgehalt der Minette.

Zur Lösung der Frage, ob der Phosphorgehalt der Minette an das Eisen oder an den Kalk des Bindemittels gebunden sei, wurden nach dem Gewerbeblatt |331| aus Württemberg, 1883 S. 338 ausgesuchte Erzkörner einer Minette mit mehr kieseligem Bindemittel von der Grube Höhl bei Esch in Luxemburg untersucht. Die Analyse ergab:

Eisenoxyd 75,67, entspr. 52,95 Proc. Eisen,
Phosphorsäure 3,68, entspr. 1,61 Proc. Phosphor,
Thonerde 3,10
Kalk 5,01
Manganoxyduloxyd 0,72
Kieselsäure 8,70
–––––
96,88.

Somit ist ein ganz beträchtlicher Phosphorgehalt in den Eisenerzkörnern selbst enthalten, und zwar ist die Phosphorsäure offenbar an das Eisen gebunden. Berechnet man nämlich die gefundene Phosphorsäure als phosphorsauren Kalk und den Rest des Kalkes als kohlensauren, so ergibt die Summe der Bestandtheile bloſs 97,40, während sich bei der Berechnung des ganzen Kalkgehaltes als kohlensaurer Kalk die Summe von 100,81 herausstellt.

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