Titel: Vernon's Neuerung an Glas- und Porzellangeräthschaften für den Schiffsgebrauch.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 250/Miszelle 6 (S. 378–379)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj250/mi250mi08_6

Vernon's Neuerung an Glas- und Porzellangeräthschaften für den Schiffsgebrauch.

Eine recht interessante und zweckmäſsige Neuerung an Porzellan- und Glasgeschirr für Schiffsgebrauch war auf der Internationalen Fischerei-Ausstellung in London zu sehen. Um nämlich das Umherrutschen des Tischgeschirres auf der gedeckten Tafel, sowie das lästige Klirren desselben bei hochgehender See ohne umständliche Vorrichtungen zu verhindern, bringt Vernon nach seinem englischen Patente in einer Schwalbenschwanznuth der Fuſsrippe jedes Porzellan- oder Glasgegenstandes einen Gummiring an. Es war derartiges Geschirr auf einem pendelnd aufgehängten Tische ausgestellt und konnte derselbe bis zu einem Winkel von 450 aus der horizontalen Lage herausbewegt werden, ohne daſs das Geschirr herabrutschte oder sich auch nur bewegte. Ebenso waren verschiedene Tassen, Milchgieſser u. dgl. auf einem Tische aufgestellt, der sich inmitten eines kleinen Bootes erhob. Dieses Boot konnte in einem Wasserbehälter hin- und hergeschaukelt werden, ohne daſs die Ordnung unter den Tassen u. dgl. gestört wurde. Der Ring ist vom besten rothen Gummi hergestellt und verträgt kochendes Wasser, wird auch selbst von Tinte nicht beschmutzt, wie durch Versuche vom Erfinder nachgewiesen wurde.

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Derartiges Geschirr ist auf den Dampfern der Eastern Telegraph Company und auf einigen anderen Schiffen seit einiger Zeit in Gebrauch und soll sich vorzüglich bewähren. (Nach dem Engineer, 1883 Bd. 56 * S. 302.)

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