Titel: Neuerung an Abtrittsgruben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 250/Miszelle 6 (S. 473–474)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj250/mi250mi10_6

Neuerung an Abtrittsgruben.

Nach Louis Mouras in Vesoul (* D. R. P. Kl. 85 Nr. 18641 vom 11. December 1881) wird die Abortsgrube durch das Einfallrohr und das Entleerungsrohr, welche beide in die Flüssigkeit der Grube eintauchen, so abgeschlossen, daſs ein Entweichen der Gase vermieden ist. Das Einfallrohr ist in die dicht schlieſsende Abdeckung der Grube vertikal eingefügt und das knieförmig gebogene Entleerungsrohr seitlich am entgegengesetzten Ende der Grube angebracht. Wenn bei voll gefüllter Grube eine gewisse Menge fester Materialien zutritt, so flieſst eine entsprechende Menge Flüssigkeit ab, welche feste Stoffe gelöst oder mechanisch zertheilt enthält. Es ist darum vortheilhaft, so viel als möglich Regen und Abspülwasser in die Grube einzuleiten.

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Eine Entleerung der Grabe ist vollkommen entbehrlich; um aber etwa eingefallene harte Körper, wie Knochen, Geschirrtheile u. dgl., entfernen zu können, ist unter dem Einfallrohre an 4 Stangen ein Auffangkasten gehängt, der auch den vom Regenwasser mitgeführten Sand aufsammelt. Dieser Kasten kann, da die Stangen drehbar sind, durch eine Kette in immer parallel bleibender Lage vor eine durch besonderen Deckel abgeschlossene Oeffnung an der Grubendecke gebracht und dort entleert werden.

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