Titel: Filterkörper von Fritz Kleemann in Schöningen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 250/Miszelle 7 (S. 474)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj250/mi250mi10_7

Filterkörper von Fritz Kleemann in Schöningen.

Plastische Kohlenfilter werden aus einem Gemenge von Holzkohle, Knochenkohle, Steinkohlenkokes und etwas Thon hergestellt. Diese Stoffe werden fein pulverisirt, gemengt, geformt und dann unter Luftabschluſs gebrannt. Trotz innigster Mengung der Stoffe ist es aber unmöglich, eine solch innige Mischung derselben zu erzielen, daſs im fertigen Filter jeder dasselbe durchdringende Wassertropfen auch mit jedem der Filtermaterialien, von denen jedes eine bestimmte Eigenschaft hat, in Berührung komme. F. Kleemann (* D. R. P. Kl. 85 Nr. 23725 vom 5. August 1882) stellt deshalb die Filter aus drei verschiedenen Schichten her. Die erste besteht aus Kokes und dient dazu, die mechanisch im Wasser aufgenommenen Körper bei der Filtration zurückzuhalten; dann folgt eine Schicht von Knochenkohle, welche schädliche Stoffe absorbirt, und endlich eine Schicht von Holzkohle, welche wegen der Zurückhaltung von faulenden Stoffen bekannt ist. Die einzelnen Schichten werden nach einander in eine Preſsform gebracht, dann gepreist und endlich unter Luftabschluſs geglüht. Wird nun Wasser auf eine Seite des Filters gebracht, so muſs es durch alle 3 Schichten gehen und müssen in Folge dessen auch deren Stoffe auf seine abzuscheidenden Bestandtheile wirken. Die Form der Filter kann eine sehr verschiedene sein. In der Patentschrift sind platten- und kastenförmige Filter angegeben; dieselben können in der verschiedensten Art und Weise mit Gefäſsen verbunden werden.

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