Titel: Heimann's Controlapparat für Schifffahrtszwecke.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 250/Miszelle 4 (S. 549–550)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj250/mi250mi11_4

Heimann's Controlapparat für Schifffahrtszwecke.

Um eine selbstthätige Aufzeichnung der herrschenden Windrichtung und des augenblicklichen Kurses des Schiffes zur späteren Controle der Seefahrt o. dgl. zu ermöglichen, schlägt S. Heimann in London (* D. R. P. Kl. 65 Nr. 23283 vom 9. December 1882) folgenden Apparat vor: Zwei Zahnstangen werden von dem Stundenrade eines Uhrwerkes über zwei Scheiben hin bewegt, von denen die eine durch eine Windfahne vom Winde, die andere mittels einer |550| Transmission von dem Steuerrade aus je um ihre Achse gedreht wird, wenn in der Windrichtung oder der Ruderlage Aenderungen eintreten. Die Enden der Zahnstangen sind mit Markirstiften versehen, so daſs bei Bewegung dieser Stifte und bei Verdrehung der Scheiben eine Curve niedergeschrieben wird, welche einen Rückschluſs auf die Windrichtung und die Ruderlage bezieh. den Kurs des Schiffes zuläſst. Auf die Scheiben sind Stundenringe gezogen, so daſs für jede Zeit jene Controle geübt werden kann. Die Verhältnisse des Apparates sind so bemessen, daſs in 24 Stunden die Zahnstangen eine volle Durchschiebung nach den äuſseren Rändern der Scheiben erfahren haben. Diesen Zeitpunkt markirt eine Signalglocke; dann müssen die Zahnstangen zurückgeschoben und neue Tagesblätter auf die Scheiben gelegt werden. Die Zahnstangen werden in Ueberblattungen gut durch Stifte geführt, welche in Schlitze derselben eingreifen.

Um nun über einen in See gehenden Kapitän eine Controle in Betreff seiner Fahrt und des von ihm geführten Journals zu üben, gibt man demselben eine der Anzahl der Tage, welche er auf See bleibt, entsprechende Menge Papierblätter mit, deren Eintheilung sich mit der der Scheiben deckt. Diese mit Datum versehenen Papierblätter sind dann so auf den Scheiben zu befestigen, daſs sie deren Drehung mitmachen müssen, also die Zeichnung aufnehmen.

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