Titel: W. H. Uhland's Walzenstuhl für Stärkefabrikation.
Autor: Uhland, W. H.
Fundstelle: 1884, Band 251 (S. 535)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj251/ar251202

W. H. Uhland's Walzenstuhl für Stärkefabrikation.

Mit Abbildungen auf Tafel 39.

Um gequelltes Stärkegut, z.B. Reis, Mais oder Weizen, in eine gleichartige Stärkemilch zu verwandeln und eine innige Mischung derselben mit Laugen oder verdünnten Säuren zu erzielen, gelangt nach W. H. Uhland in Leipzig (* D. R. P. Kl. 89 Nr. 24303 vom 18. Februar 1883) das Stärkegut aus dem Aufgebetrichter a (Fig. 9 und 12 Taf. 39) mittels der Speisewalze b auf Vorquetschwalzen c bei gleichzeitig erfolgendem Zuflüsse von Lauge oder Säure haltigem Wasser durch das Rohr r. Das die Vorquetschwalzen verlassende Gut wird in dem Mischwerke d zerschlagen, mit der Lauge u. dgl. innig durchgearbeitet und derart in eine möglichst gleichartige Masse verwandelt, daſs die weitere Vertheilung derselben durch den Hahn e leicht von statten gehen kann. Der Hahnkörper ist schwach kegelförmig und wird zwischen der Stellschraube f (vgl. Fig. 11) und der Kegelfeder g derart gehalten, daſs neben einem dichten Schlüsse des Hahnes demselben eine leichte Beweglichkeit gewahrt bleibt. Die Hahnöffnungen sind Schlitze, deren Länge etwa ⅔ der Breite des Mischwerkgehäuses beträgt. Ist der Hahn e geöffnet, so vertheilt sich das Stärkegut gleichmäſsig auf die Feinmahlwalzenpaare W mittels der Blechrinnen h, indem dasselbe den Walzen in Form eines breiten Flüssigkeitsbandes neben frischer Lauge u.s.w., welche durch die Rohre v auf die Walzen gelangt, zugeführt wird. Die innere Walze jedes dieser Walzenpaare W ist fest gelagert, während die äuſseren in horizontaler Richtung vermöge deren eigenartiger, aus Fig. 11 ersichtlichen Lagerung beweglich sind. Die Lager n für die Walzenzapfen sind in horizontalen Gleitbahnen G geführt, deren Abschluſs durch den Bügel C gebildet wird. Ein zweiter beweglicher Bügel D befindet sich zwischen C und der Walze und ist mit der letzteren durch zwei starke Kegelfedern B mittels der Bolzen p so verbunden, daſs die Federn in entsprechende Pfannen von n und D sich einlegen und die Bolzen gleichzeitig für die Befestigung der Federn und die Regulirung derselben dienen. Unterhalb der Walzen W befindet sich ein zweites Mischwerk R, in welchem die Durcharbeitung und Mischung derart vollendet wird, daſs die Masse als milchige Flüssigkeit mittels des Hahnes k abgelassen werden kann. Zum Zweck einer guten und raschen Reinigung der Mischwerke wird die eine Wand des Gehäuses derselben durch abnehmbare Deckel m gebildet.

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