Titel: Reinigung der Druckrollen bei Flachsspinnbänken.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 251/Miszelle 2 (S. 189–190)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj251/mi251mi04_2

Reinigung der Druckrollen bei Flachsspinnbänken.

Bei den Naſsspinnbänken setzen sich auf den Druckrollen des vordersten Streckcylinders, welche gewöhnlich aus Holz hergestellt sind, kurze Fäserchen |190| und klebriger Schmutz ab, welche sich dann in kleinen Klümpchen dem durchgehenden Faden mittheilen, eingesponnen werden und dadurch schlechte Stellen in dem Garne erzeugen. Zur Vermeidung dieses Uebelstandes bringen Coey und Arthur in Leeds (Englisches Patent vom 30. August 1882) über jeder Druckrolle einen Klappdeckel an, dessen vordere, auf der Druckrolle aufliegende Kante mit einem weichen Materiale (Filz oder Plüsch) versehen ist, welches den Schmutz abstreift und aufnimmt. 3 oder 4 mal während eines Tages werden dann die Deckel zurückgeschlagen und abgebürstet.

Zu demselben Zwecke wird mit Bezug auf den Umstand., daſs der vordere Streckcylinder sich ganz rein hält und nur die hölzernen Druckrollen den Schmutz aufnehmen, weil der letztere an der weichen Holzoberfläche leichter haftet als an der glatten Messingfläche des Cylinders, von J. Erskine (Englisches Patent, vgl. Textile Manufacturer, 1883 S. 448) über jeder Druckrolle eine mit Plüsch oder Filz überzogene Rolle gelegt, welche nur durch ihr Eigengewicht sich an den Cylinder drückt und von diesem mitgedreht wird, also keine abweichende oder entgegengesetzt gerichtete Geschwindigkeit hat, Bei der Berührung nimmt nur die rauhere Oberfläche dieser Rollen den Schmutz auf und werden dieselben ebenso wie vorhin regelmäſsig abgebürstet.

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