Titel: Die chemische Zusammensetzung des Wassers der Donau vor Wien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 251/Miszelle 4 (S. 239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj251/mi251mi05_4

Die chemische Zusammensetzung des Wassers der Donau vor Wien.

Nach Versuchen von J. F. Wolfbauer (Monatshefte für Chemie, 1883 S. 417) enthielt 11 Wasser aus der Donau oberhalb Wiens Milligramm:


Stoffe
Frühling Sommer Herbst Winter
Suspendirt (Schlamm):
Gesammtmenge
Organ. Subst. und ehem. geb. Wasser (Glühverlust)
Carbonate u. dgl.
Sand und Thon
Gelöst:
Organische Substanzen
Kieselsäure
Eisenoxydul
Kalk
Magnesia
Natron
Kali
Chlor
Schwefelsäure
Salpetersäure
Kohlensäure, gebunden

121,9
7,9
51,0
63,0

7,0
5,4
0,4
60,8
17,6
4,9
1,7
3,4
11,8
2,0
62,1

165,4
7,2
76,6
81,6

4,2
3,9
0,5
54,3
12,8
2,8
1,6
1,6
10,6
1,3
52,4

76,5
2,1
35,5
38,9

5,2
4,8
0,2
64,3
17,5
3,6
2,4
1,8
12,3
1,3
65,2

14,8
0,3
7,2
7,3

5,9
5,2
0,2
71,0
19,9
4,0
2,0
2,4
15,4
2,4
70,6
Summe 177,1 146,0 178,6 199,0
Hiervon ab Sauerstoff äquivalent dem Chlor 0,8 0,4 0,4 0,5
Gibt berechnete Summe der gelösten festen Stoffe 176,3 145,6 178,2 198,5

Ein Anschwellen des Stromes hat eine Zunahme suspendirter Stoffe, jedoch eine Abnahme an gelösten Substanzen zur Folge, während beim Fallen des Wasserstandes sich der Schlamm verringert und der gelöste Bestand zunimmt. Steigt also das Wasser, so wird es trüber und weicher und sinkt es, so wird es klarer und härter.

Der in 1l trüben Wassers enthaltene Schlamm beträgt im Jahresmittel 103mg,8, bei 5mg Glühverlust; ferner enthält derselbe

Löslich in
Salpetersäure Concentrirter Schwefelsäure Unlöslich
Eisenoxyd 2,53 1,97 0,31
Thonerde 3,48 4,43 3,28
Kalk 15,05 0,31 0,06
Magnesia 5,61 0,53 0,19
Natron 0,29 0,20 0,80
Kali 0,37 0,93 0,45
Kohlensäure 17,20
Phosphorsäure 0,17
Kieselsäure 1,88 10,20 28,53

Danach führt die Donau im Durchschnitte täglich 15000t Schlamm und 25000t gelöste Stoffe an Wien vorüber.

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