Titel: Zur Herstellung blauer Farbstoffe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 251/Miszelle 8 (S. 240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj251/mi251mi05_8

Zur Herstellung blauer Farbstoffe.

K. Gehler in Offenbach (D. R. P. Kl. 22 Nr. 24125 vom 4. Februar 1883) empfiehlt die Herstellung blauer Schwefel haltiger Farbstoffe aus den Nitrosoabkömmlingen des Dimethyl-, des Diäthyl- oder des Aethylmethylanilins durch Behandlung einer Lösung derselben in concentrirter Schwefelsäure oder Phosphorsäure mit Schwefelwasserstoffgas oder mit Schwefelmetallen.

1 Th. Nitrosodimethylanilin wird z.B. mit 20 Th. Schwefelsäure von 1,65 sp. G. gelöst und die mit 1 Th. Persulfocyansäure versetzte Lösung auf dem Wasserbade erwärmt, bis sie nicht mehr schäumt und tief blutroth gefärbt erscheint. Die Lösung wird dann mit Wasser verdünnt, mit Zinkstaub reducirt, die Leukobase mit Eisenchlorid oxydirt und der entstandene blaue Farbstoff mit Chlorzink gefällt. (Vgl. H. Schmid S. 41 d. Bd.)

Nach O. Mühlhäuser in Grieſsheim (D. R. P. Kl. 22 Nr. 23291 vom 5. Januar 1883) erhält man Toluolblau und Anisolblau durch Schwefelung der Sulfosäuren der alkylirten Amidoabkömmlinge des Toluols und Anisols und nachherige Oxydation der geschwefelten Leukoverbindungen.

Lembach und Schleicher in Biebrich (D. R. P. Kl. 22 Nr. 23278 vom 3. December 1882) erhalten einen blauen Farbstoff durch Reduction der Diäthylanilinazobenzolparasulfosäure mit Zinkstaub und Ammoniak und nachfolgende Oxydation mit Eisenchlorid in Gegenwart von Schwefelwasserstoff.

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