Titel: Verfahren zum Bleichen von Flachs und Hanfgespinnsten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 251/Miszelle 10 (S. 288)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj251/mi251mi06_10

Verfahren zum Bleichen von Flachs und Hanfgespinnsten.

Nach A. Delabove in Paris (Oesterreichisches Patent Kl. 8 vom 2. Januar 1882) unterwirft man die Gespinnste oder Gewebe zuerst einer Reihe von auf einander folgenden Beuchungen in alkalischen Flüssigkeiten, wodurch dieselben von den anhaftenden Pectinsubstanzen und den von der früheren Behandlung herrührenden fremden Stoffen befreit werden, und führt sie hierauf gleichzeitig durch eine Lösung von Chlorkalk und eine mit Thonerdehydrat gesättigte Lösung von schwefelsaurer Thonerde. Durch die gleichzeitige Gegenwart dieser beiden Substanzen soll eine Reaction entstehen, bei welcher ozonisirter Sauerstoff frei wird, welcher eine gröſsere entfärbendere Wirkung als Chlorkalk und auſserdem noch den Vortheil haben soll, auf die Fasern weit weniger zerstörend einzuwirken wie eine entsprechende Menge Chlorkalk.

Um ein vollkommenes Weiſs zu erhalten, muſs man die Gespinnste und Gewebe, welche der ersten entfärbenden Behandlung unterworfen wurden, in einer Seifenlösung, welcher Ammoniak zugesetzt ist, nachbeuchen und eine zweite entfärbende Behandlung, welche der ersten gleich ist, folgen lassen.

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