Titel: Zur Frage der Brechweinsteinverfälschungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 251/Miszelle 11 (S. 288)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj251/mi251mi06_11

Zur Frage der Brechweinsteinverfälschungen.

Daſs der Zinkvitriol bezieh. das Zinkacetat in manchen Fällen der Tanninbefestigung den Brechweinstein vortheilhaft ersetzen kann, wurde von H. Schmid in der Chemiker-Zeitung, 1882 S. 949 angegeben. Leider ist seither diese Thatsache dazu ausgenutzt worden, eigentlichen Brechweinstein betrügerischer Weise mit schwefelsaurem Zinke zu beladen; derartige Producte, im Handel als „Brechweinstein in Pulver“, „Brechweinstein Ersatz“ (vgl. S. 48 d. Bd.), „Antimonbeize“ bezeichnet, enthielten nach der Chemiker-Zeitung, 1884 S. 23 bis zu 33 und selbst 59 Proc. Zinkvitriol. Auf Grund der analytischen Ergebnisse und des Kaufpreises dieser Präparate berechnet sich bei dem zuletzt angegebenen der Preis des Procentes Antimonoxyd, welches allein im Brechweinsteine werthbestimmend ist, zu 12,24 M., während er sich für 99 bis 100 procentigen Brechweinstein, also für technisch reine Waare, auf 7,00 M. stellt.

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