Titel: Thomas und Kummer's Mikrophon mit compensirten Pendeln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 251/Miszelle 4 (S. 286)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj251/mi251mi06_4

Thomas und Kummer's Mikrophon mit compensirten Pendeln.

Der einfache Pendelcontact des Berlinerischen Mikrophons ist später durch zwei oder mehr hinter einander angeordnete, gleich lange Pendel ersetzt worden, um einen mehrfachen Contact zu erzielen und dadurch die Intensität der Stromschwankungen zu erhöhen. Diese letztere Anordnung hat aber in Folge der gleichen Schwingungsdauer der einzelnen Pendel doch keine wesentliche Verstärkung der Stromschwankungen zur Folge. A. Thomas in Königstein und O. Kummer in Dresden (* D. R. P. Kl. 21 Nr. 23821 vom 19. November 1882) gehen daher bei ihrem Mikrophon mit compensirten Pendeln von demselben Gedanken aus, welcher Lüdtge's Mikrophon (D. R. P. Nr. 8328, vgl. 1879 232 231. 1883 248 204) zu Grunde liegt; während aber Lüdtge die Kohlencontacte, welche mit der Membran schwingen, durch elastische Bänder verbindet, damit die Schwingungsdauer des hinteren Contacttheiles eine andere wird als die des direkt an der Membran befestigten, werden hier mehrere (etwa 3) Pendel benutzt, welche, weil verschieden lang, auch verschiedene Schwingungsdauer und Schwingungslänge haben. Auf diese Weise ergeben sich gewissermaſsen Schwingungsinterferenzen, durch welche allerdings eine wesentliche Variation in der Innigkeit der Berührung ihrer Contactstücke hervorgebracht werden mag. Bei der einen Anordnung werden 3 hinter einander liegende Contactpendel durch eine Feder mit isolirendem Knopfe gegen einander und gegen die Membran gedrückt. An Stelle derselben lassen sich auch 3 Paar neben einander anwenden, von denen nicht nur je zwei verschiedene Länge haben, sondern auch die 3 Paare unter sich verschieden lang sind.

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