Titel: Verfahren zur Herstellung von Hopfenextract.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 251/Miszelle 9 (S. 288)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj251/mi251mi06_9

Verfahren zur Herstellung von Hopfenextract.

Nach W. G. Forster in Streatham Common, England (D. R. P. Kl. 6 Nr. 24921 vom 23. Januar 1883) soll der Hopfen zunächst mit Dampf destillirt werden, zur Gewinnung des ätherischen Oeles; dann wird er mit Schwefelkohlenstoff ausgezogen, der nach dem Abdestilliren desselben zurückbleidende Auszug mit Natronlauge neutralisirt und im Vacuum verdunstet. Um aus diesem das Lupulin und die Harze enthaltenden Rückstande das Lupulin zu gewinnen, wird derselbe mit Alkohol ausgezogen, dieser abfiltrirt, der dabei bleibende Rückstand in Aether gelöst und aus der Lösung mit Kali- oder Natronlauge das Lupulin in Form des entsprechenden Alkalisalzes ausgeschüttelt und zum Extract concentrirt. Nach der Behandlung mit Schwefelkohlenstoff wird der Hopfen mittels Dampf von demselben vollständig wieder befreit und mit kochendem Wasser das Tannin, der klärende Bestandtheil, ausgezogen, um ebenfalls im Vacuum zum Syrup eingedampft zu werden.

Beim Brauen mit diesen Präparaten wird das Tannin und das das Lupulin und die Harze enthaltende Extract der Bierwürze sogleich vor dem Kochen hinzugesetzt, wobei nur eine geringe Menge ungelöst bleibt und das Tannin daher Gelegenheit findet, mit den Stickstoff haltigen Substanzen der Würze vollkommener als bei Verwendung von Hopfen in Wechselwirkung zu treten; das Hopfenöl dagegen wird, weil es beim Kochen sich theilweise verflüchtigen würde, erst vor der Gährung hinzugefügt.

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