Titel: Theorie der Cementhärtung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 251/Miszelle 5 (S. 431–432)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj251/mi251mi09_5

Theorie der Cementhärtung.

E. Landrin (Comptes rendus, 1883 Bd. 96 S. 115. 379. 841. 1229) nennt die durch Zersetzen von Silicaten mit einer Säure abgeschiedene und bei Rothglut getrocknete Kieselsäure hydraulische Kieselsäure. Diese soll die eigentliche Erhärtung der hydraulischen Mörtel bewirken. Sie entzieht dem Kalkwasser innerhalb weniger Tage soviel Kalk, daſs die gebildete Masse dem Silicate Ca4Si3O10 bezieh. 4CaO,3SiO2 entspricht. Ebenso verhält sich die durch Zersetzen von Wasserglas mit Salzsäure erhaltene gelatinöse und die nach Graham durch Dialyse erhaltene lösliche Kieselsäure. Obige aus der hydraulischen Kieselsäure mit Kalk entstehende Verbindung nennt Landrin „Puzzo-Portland“; dieselbe ist |432| der wesentliche Bestandtheil aller hydraulischen Mörtel, nicht das von Le Chatelier angenommene Silicat Ca2SiO4 bezieh. 2CaO,SiO2. Auch die von Letztgenanntem gemachte Angabe, die Erhärtung des Cementes beruhe wie beim Gypse (vgl. S. 383 d. Bd.) auf Uebersättigungerscheinungen, wird von Landrin bestritten.

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