Titel: Kircheis' Riemen-Fallwerk mit Reibungsvorgelege.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 251/Miszelle 3 (S. 468–469)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj251/mi251mi10_3

Kircheis' Riemen-Fallwerk mit Reibungsvorgelege.

Textabbildung Bd. 251, S. 468

Die Hebung des Hammers bei Fallwerken für Blechbearbeitung u. dgl. geschieht, indem das am Hammer befestigte Seil in der Höhe über eine groſse Rolle gelegt ist und am herabhängenden Ende einen Fuſsbügel oder Handgriff trägt, so daſs zwei Mann bei nicht allzu groſsem Gewichte und beschränkter Hubhöhe zum Ziehen ausreichen (vgl. Nellinger 1843 90 * 8). Vortheilhafter sind Fallwerke mit Riementrieb, wobei die sich drehende Rolle oben am Hammerständer beim Anziehen des Seiles, Bandes oder Riemens, an welchem der Hammerklotz hängt, letzteren mit hochnimmt (vgl. Vaughan 1858 147 * 255). Auch eine solche Einrichtung besteht schon lange, daſs die Rolle zum Mitnehmen des Bandes mit dem Hammer durch eine mittels Hebel angedrückte Triebscheibe in Drehung kommt, sonst aber still steht (vgl. Gouéry und Guérin 1861 160 * 5). Zur letzten Gruppe gehört auch das von E. Kircheis zu Aue in Sachsen (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 23559 vom 12. December 1882) angegebene Fallwerk, |469| werk, bei welchem mit dem Anziehen des Handgriffes a am Riemen die Reibungskuppelung geschlossen und die Rolle R in Drehung gesetzt wird. Letztere wird nämlich durch Lagerung in zwei Armen mit Gegengewicht g für gewöhnlich in der Schwebe erhalten, so daſs die Drehung der Reibungsrolle r auf der Antriebswelle nicht weitergeleitet wird. Zieht man aber bei a an, so wird die Rolle R entgegen der Gewichtswirkung g auf die Triebscheibe r gedrückt, also bei der Drehung mitgenommen, wobei durch die auf der Rolle R entstehende Reibung auch das Band mit dem Hammer H in Bewegung gesetzt wird. Sowie der Zug bei a aufhört, geht die Rolle R hoch, schwebt also und der Hammer kann der Schwerkraft folgend frei niederfallen.

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