Titel: Spurgeon's Morsetaster für amerikanischen Ruhestrombetrieb.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 251/Miszelle 5 (S. 510)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj251/mi251mi11_5

Spurgeon's Morsetaster für amerikanischen Ruhestrombetrieb.

Wenn der gewöhnliche Morsetaster bei Schaltung auf amerikanischen Ruhestrom so in die Leitung eingeschaltet wird, daſs der Tasterhebel die Leitung schlieſst, wenn er auf den Arbeitscontact niedergedrückt wird, so muſs dem Taster ein Hilfshebel beigegeben werden, durch welchen die Tasterachse mit dem Arbeitscontacte verbunden wird, während nicht telegraphirt wird. Dieser Hebel wird in Amerika bei Beginn und beim Ende des Telegraphirens mit der Hand in die eine oder die andere Lage versetzt. Wie Engineer, 1883 Bd. 56 * S. 385 nach dem Scientific American mittheilt, hat sich Samuel J. Spurgeon in Liberty, Miss., einen Taster mit selbstthätigem Hilfshebel patentiren lassen. Bei demselben ragt der mit dem einen Ende auf der Grundplatte festgeschraubte, federnde und entsprechend seitwärts gebogene Hilfshebel mit seinem anderen Ende über den Knopf des Tasterhebels, ist in der Ruhelage etwa lern von diesem Knopfe entfernt und wird während des Telegraphirens mit dem Zeigefinger auf denselben niedergedrückt und so auſser Berührung mit einem Vorsprunge an dem Ambosse gebracht, gegen welchen er sich, Contact machend, von selbst wieder andrückt, sobald bei Aufhören des Telegraphirens die Hand vom Taster weggezogen wird. – Es sei hierbei ein bereits im J. 1873 in Preuſsen patentirter Taster erwähnt, durch welchen Dr. F. Dehms denselben Zweck erreicht, indem er, wie in der Elektrotechnischen Zeitschrift, 1880 S. 216 näher beschrieben ist, am Tasterhebel eine Art Klappe anbringt, welche der Telegraphirende an den Tasterhebel anzudrücken hat, während sie durch ihr eigenes Gewicht auf eine Contactfeder herabfällt und so die Leitung schlieſst, sobald die Hand vom Taster weggezogen wird.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: