Titel: Maschine zur Herstellung von angesetzten Stiften.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252 (S. 456–457)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/ar252170

Maschine zur Herstellung von angesetzten Stiften.

Mit Abbildungen im Texte und auf Tafel 34.

Textabbildung Bd. 252, S. 456

Einseitig angesetzte Stifte, wie sie in beistehend veranschaulichter Gestalt von Schlossern häufig gebraucht werden, können auf der Maschine von Opterbeck und Ziegler in Unter-Barmen (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 25952 vom 21. Juli 1883) aus einem langen Drahtstücke nach einander rasch hergestellt werden, indem der durch ein Richtwerk gehende Draht der Maschine ruckweise zugeführt, an seinem freien Ende von einer Zange erfaſst, gehalten und gleichzeitig von einem umlaufenden Messerpaare ein angesetzter Stift abgestochen wird.

In Fig. 3 Taf. 34 ist das Richtwerk und die Zuführungsvorrichtung fortgelassen. Der Draht x geht durch die hohle Welle a, wird an seinem Ende von den in Hebeln b ruhenden Backen c erfaſst, von den Messern e mit einem Ansätze versehen und abgetrennt. Das Festhalten des Drahtes ist während der Arbeit durch andauernden Druck in folgender Art erreicht: Von den Stirnrädern n und m wird die auf der Welle l sitzende |457| Scheibe k in langsame Drehung versetzt. An diese Scheiben legen sich beiderseits mittels der Röllchen z bezieh. z1 die Hebel i und r an und werden zurückgeschoben, wenn die zum Theile als schiefe Ebenen ausgebildeten Seitenflächen der Scheibe k mit ihren Steigungen an den Rollen vorüber kommen.

Die Bewegung der Hebel i und r wird durch die conischen Scheiben h bezieh. p auf die Hebel d und b, die Messer e und die Backen c fortgepflanzt. Gelangen die absteigenden Flächen der Scheibe k zum Anliegen an die Rollen z, so werden durch Spiralfedern die Scheiben h und p, sowie die Hebel i und r in ihre alten Lagen zurückgedrängt. Der Uebergang der engsten Stelle der Scheibe k zur breitesten ist auf der rechten Seite durch kurze, steil ansteigende Flächen erreicht; daher erfolgt das Klemmen des Drahtes rasch und bleibt so lange unverändert, bis wieder die abfallende Fläche an das Röllchen gelangt. Die linke Seite der Scheibe k ist als eine langsam ansteigende, einen gröſseren Theil derselben einnehmende und dann rasch abfallende Fläche ausgebildet; daher nähern sich die beiden Messer e, während sie mit der Achse a umlaufen, nur langsam einander und werden daher auch nur einen schwachen Span nehmen.

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