Titel: Verfahren zur Reinigung von Glycerin.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 10 (S. 86)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi02_10

Verfahren zur Reinigung von Glycerin.

Nach C. Moldenhauer und Ch. Heinzerling in Frankfurt a. M. (D. R. P. Kl. 23 Nr. 25994 vom 22. April 1883) wird Kochsalz haltiges Rohglycerin oder Seifenunterlauge bei niederer Temperatur eingedampft. Dann versetzt man den Rückstand mit 1 bis 2 Th. absolutem Alkohol, fügt, wenn die Mischung nicht freies Alkali enthalten sollte, 1 bis 10 Proc. entwässertes kohlensaures Natrium zu und trennt durch Filtration oder auf andere bekannte Weise die ausgeschiedenen Salze von der Flüssigkeit. Die erhaltene alkoholische Lösung von Glycerin wird mit Schwefelsäure angesäuert, das ausgeschiedene Natronsalz getrennt und die Lösung mit Bleioxyd oder Bleisalzen zur Abscheidung des Chlores versetzt. In manchen Fällen kann die Behandlung mit Bleioxyd oder löslichen Bleisalzen unterbleiben. Das in diesem Falle nach dem Abdestilliren des Alkoholes zurückbleibende, noch Chlor haltige Glycerin muſs nur dann so oft destillirt werden, bis es chlorfrei ist. Der Alkohol wird in einer geeigneten Destillirblase abdestillirt. Am Ende der Operation gehen Aether über, welche aus den in der Unterlauge vorhanden gewesenen flüchtigen organischen Säuren, wie Propionsäure, Buttersäure u. dgl., bei Gegenwart von Alkohol und einer Säure entstanden sind.

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