Titel: Herstellung von Bi- und Tricalciumphosphat.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 16 (S. 88)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi02_16

Herstellung von Bi- und Tricalciumphosphat.

E. L. de Bouquet in Marseille (D. R. P. Kl. 16 Nr. 25151 vom 5. Juni 1883) will zur Fällung von sauren Phosphatlösungen Calciumsulfhydrat verwenden. Zu diesem Zwecke werden die Phosphate in Salzsäure von 10 bis 12° B. gelöst und die durch Absetzen geklärten phosphorsauren Lösungen in einem mit Rührwerk versehenen Holzbottige gesammelt. Läſst man nun in diese Lösung die Calciumsulfhydratlösung einflieſsen, so fällt Bicalciumphosphat und Schwefelwasserstoff wird frei, welcher entsprechend nutzbar gemacht werden kann. Das in Lösung befindliche Phosphat enthält nur eine geringe Menge Eisen und der Niederschlag wird erst dann schwarz, wenn fast sämmtliche Phosphorsäure gefällt ist. Sollte hierbei Schwefeleisen gefällt werden, so oxydirt sich dasselbe leicht an der Luft. Zur Darstellung von tribasischem Phosphat setzt man Sulfhydratlösung bis zur freien alkalischen Reaction zu.

Das Calciumsulfhydrat kann man in verschiedener Art gewinnen, z.B. aus den Rückständen der Sodafabrikation nach dem Leblanc'schen Verfahren durch Behandeln derselben in einem geschlossenen Gefäſse mit kochendem Wasser.

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