Titel: Nothbefestigung gelockerter Kurbelwarzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 2 (S. 82–83)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi02_2

Nothbefestigung gelockerter Kurbelwarzen.

An Bord der beiden Dampfer Glaucus der Metropolitan-Linie und Morgan City der Morgan-Linie waren die Zapfen der Kurbeln stark lose geworden und, da es aus Mangel an Zeit unmöglich war, dieselben vor Antritt der Reise zu erneuern, so half man sich, wie im Engineer, 1884 Bd. 57 * S. 109 berichtet wird, auf folgende Art: Es wurden in dem gelockerten, 305mm starken Zapfen diametral und in der ganzen Tiefe des Auges 22mm (⅞ Zoll engl.) weite Löcher ungefähr in 3mm Abstand gebohrt und in dieselben an den Enden abgerundete Pfropfen aus Muntzmetall von 13 bis 16mm Dicke mittels Stahldorn fest ein- |83| getrieben. (In der Quelle sind acht solcher Metallbolzen gezeichnet.) Es ist verständlich, daſs der so aufgeweitete Zapfen mit groſser Gewalt gegen sein Kurbelauge drücken muſste, nachdem alle Bohrlöcher diese Pfropfen aufgenommen hatten. In beiden Fällen wurde der Zweck vollkommen erfüllt.

Diese Art der Nothbefestigung ist offenbar der sonst üblichen, nach welcher zwischen Bolzen und Auge dem Umfange entlang Befestigungsstifte getrieben werden, vorzuziehen, weil, wenn auch der feste Sitz des gelockerten Bolzens erreicht, doch damit zugleich das Kurbelauge für eine spätere Auswechslung des Bolzens unrettbar beschädigt, also die Erneuerung oder die Anschweiſsung der Kurbel nothwendig wird.

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