Titel: Die Fettbildung im Thierkörper.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 11 (S. 136)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi03_11

Die Fettbildung im Thierkörper.

A. Lebedeff (Archiv für Physiologie, 1883 S. 11) bestätigt den Einfluſs der Nahrung auf die Zusammensetzung des im Thierkörper gebildeten Fettes. Bei einer Ziege wurden z.B. folgende Verhältniſszahlen erhalten:

Flüssige Fettsäuren Feste Fettsäuren
Erbsen 41,1 Proc. 40,4 Proc.
Heu 49,1 39,5
Olivenöl 57,5 33,0
Rüböl 59,8 31,2
Leinöl 67,7 29,0

E. Meißl und F. Strohmer (Monatshefte für Chemie, 1883 S. 801) fanden, daſs sich beim Schweine das zum Ansätze gelangte Fett folgendermaſsen vertheilt:

Fett aus der Nahrung täglich 7,9g
Fett aus dem im Körper zerfallenen Eiweiſse 33,6
Fett aus Kohlehydraten, neu gebildet 310,3
––––––
Fett im Körper angesetzt täglich 351,8g.

Es ist demgemäſs, selbst wenn man alles Fett der Nahrung als verdaut annimmt und aus dem im Körper zerfallenen Eiweiſse die gröſstmögliche Menge Fett entstehen läſst, immer noch 7 bis 8mal mehr Fett aus Kohlehydraten entstanden. In Wirklichkeit dürfte sich das Verhältniſs noch günstiger für die Kohlehydrate stellen, so daſs vielleicht nahezu das gesammte, zum Ansätze gelangte Fett aus denselben stammt.

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