Titel: Einrichtung, um offene Wassergerinne über Bahnkörper, Bäche u. dgl. zu führen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 2 (S. 132–133)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi03_2

Einrichtung, um offene Wassergerinne über Bahnkörper, Bäche u. dgl. zu führen.

In der Revue industrielle, 1883 * S. 314 ist eine Vorrichtung von Falconetti beschrieben, welche dazu dienen soll, offene Wassergerinne über etwaige Hindernisse hinwegzuführen, ohne den Verkehr auf letzteren irgendwie zu beeinflussen, wie dies ja oft bei Bahnkörpern, kleineren Flüssen o. dgl., deren freier Querschnitt nicht beschränkt werden darf, leicht vorkommt. Zu diesem Zwecke verbindet man beide bis zu dem Hindernisse (z.B. dem Bahnkörper) reichenden offenen Rinnenenden durch ein ∩-förmiges Heberohr, von einer dem freien Bahnquerschnitte entsprechenden Höhe. Die in die Rinne tauchenden Rohrenden sind mit Abschluſshähnen versehen; auſserdem ist am höchsten Punkte des Hebers ein durch einen Zwischenboden in 2 Theile getheilter Kasten angeordnet, dessen untere Hälfte durch ein Entluftungsventil mit dem Heber in Verbindung steht, während sich im Zwischenboden ebenfalls ein Ventil befindet. Behufs Ingangsetzung des Apparates schlieſst man die beiden Hähne an den unteren Enden der Heberschenkel, öffnet dagegen die Kastenventile; durch letztere füllt man den Heber mit Wasser und schlieſst dann das Zwischenwandventil. Oeffnet man nun die beiden unteren Heberschenkelhähne, so flieſst das Wasser, natürlich vorausgesetzt, daſs die Höhe des Hebers das zulässige Maſs nicht überschreitet, von einem Gerinne durch den Heber in das andere Gerinne, |133| als ob überhaupt eine Unterbrechung des Gerinnes gar nicht vorhanden wäre. Die vom Wasser mitgerissene Luft sammelt sich am höchsten Punkte des Hebers an und tritt durch das Entlüftungsventil in die untere Kastenhälfte. Die Menge derselben kann man an einem auſsen am Kasten angebrachten Wasserstandszeiger ablesen. Um die Luft aus dem Kasten zu entfernen, schlieſst man das untere Kastenventil, öffnet das obere und gieſst sodann Wasser in die obere Kastenhälfte. Ist dadurch die untere Kastenhälfte wieder mit Wasser gefüllt, also die Luft ausgetrieben worden, so schlieſst man das Zwischenwandventil und kann nun das untere Entlüftungsventil wieder öffnen.

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