Titel: Verfahren zur Herstellung von Kaliumchlorat.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 10 (S. 224)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi05_10

Verfahren zur Herstellung von Kaliumchlorat.

Nach E. K. Muspratt in Seaforthhall bei Liverpool und G. Eschelmann in Widneeſs (D. R. P. Kl. 75 Nr. 26698 vom 4. September 1883) wird bei der Herstellung von chlorsaurem Kalium statt Kalk Magnesia verwendet. Diese wird mit Wasser zu einer Milch angerührt und unter beständigem Umrühren Chlorgas eingeleitet. Es entsteht eine Lösung von Magnesiumchlorat und Chlormagnesium. Dieselbe wird mit Chlorkalium erhitzt und dadurch eine Lösung von Kaliumchlorat und Chlormagnesium erhalten, aus welcher man den gröſsten Theil des Kaliumchlorates durch Auskrystallisirenlassen gewinnt. Die abfallenden Laugen werden weiter erhitzt und dabei das noch in Lösung verbliebene Kaliumchlorat ausgefällt, so daſs die Mutterlauge nur noch Chlormagnesium enthält. Zur Wiedergewinnung des Chlores und der Magnesia läſst man die letzten Laugen abkühlen und erstarren und bewirkt die Zersetzung auf bekanntem Wege durch Wärme. Ein geringer Gehalt der erhaltenen Magnesia mit Chlormagnesium beeinträchtigt deren Wiederverwendung bei einer neuen Operation nicht.

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