Titel: Schwamkrug's Herstellung eines verbesserten, Cirolin genannten Wachstuchteppiches.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 6 (S. 222–223)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi05_6

Schwamkrug's Herstellung eines verbesserten, Cirolin genannten Wachstuchteppiches.

Nach K. Schwamkrug in Saalfeld a. d. Saale (D. R. P. Kl. 8 Nr. 26609 vom 21. August 1883) werden gemusterte oder bedruckte Gewebe, welche möglichst dicht und gleichförmig sein müssen, beiderseits mit einer Masse aus Carragheenmoos, krystallisirter Soda und Firniſs behandelt. Die Zwischenräume des Gewebes werden durch diese Masse ausgefüllt und erhält letzteres zugleich die gewünschte Geschmeidigkeit, ohne daſs die gemusterte oder bedruckte Seite ihr Aussehen wesentlich verändert. Darauf wird die Musterseite durch Bürsten mit einem wasserhellen, gut trocknenden Leinölfirnisse bestrichen, bis das Gewebe auf der Oberseite vollständig mit diesem bedeckt ist, während die Rückseite des Teppiches entweder, wie bisher, mit Oelfarbgrunde, oder, damit der Teppich mehr gegen den Einfluſs von Kälte schützt, mit in Benzin aufgeweichtem |223| oxydirtem Oel und Haar- bezieh. Woll-, Faser- oder Holzstaub behandelt wird. Um die gemusterte oder bedruckte Seite des Teppiches glänzend und haltbar zu machen, überzieht man dieselbe mit Lack.

Die für die erste Bearbeitung erforderliche Masse wird folgendermaſsen hergestellt: Eine entsprechende Menge Carragheenmoos wird in einer Lauge (10 Th. Wasser und 1 Th. krystallisirte Soda) zu einer dünnen Gallerte ausgekocht, welche mit hellem Manganfirnisse im Verhältnisse von 2 : 1 in einer Mischmaschine zu einem Breie angerührt wird. Die Masse bleibt, obwohl von grauem Scheine, doch durchsichtig und wird durch die darauf folgende Bearbeitung mit einem gut abgelagerten Leinölfirnisse, welcher wasserhell sein muſs, derart getränkt, daſs das Muster in wirkungsvoller Weise hervortritt.

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