Titel: Zur Kenntniſs der Seifenwurzeln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 9 (S. 224)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi05_9

Zur Kenntniſs der Seifenwurzeln.

Nach Versuchen von A. Rosoll (Monatshefte für Chemie, 1884 S. 104) kommt das Saponin in den lebenden Wurzeln von Saponaria officinalis L. und Gypsophila Struthium L. im Zellsafte gelöst vor und kann entweder durch Trocknen, oder durch Behandlung dünner Schnitte mit absolutem Alkohol oder Aether in Form von kleinen, formlosen, weiſsen Klümpchen ausgeschieden werden. Die getrockneten Wurzeln dieser Pflanzen und die Quillajarinde enthalten, wie bereits Vogl fand, das Saponin in Form von formlosen, weiſsen oder grauen Inhaltsklumpen, welche sich wie das chemisch reine Saponin in concentrirter Schwefelsäure anfangs mit gelber, später mit lebhaft rother, nach längerem Liegen eines so behandelten Schnittes an der Luft aber mit schöner blauvioletter Farbe lösen. Mittels dieser Reaction konnte das Saponin im Inhalte aller Zellen des Parenchyms der Mittelrinde, der Markstrahlen und des Holzparenchyms bei frischen und getrockneten Wurzeln, wie auch im Inhalte aller Parenchymzellen der Mittelrinde von Quillaja Saponaria nachgewiesen werden.

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