Titel: Zur Verarbeitung von Knochen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 6 (S. 263–264)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi06_6

Zur Verarbeitung von Knochen.

F. A. Rißmüllerin Münden (D. R. P. KL 23 Nr. 26697 vom 30. August 1883) will die unzerkleinerten rohen Knochen in erwärmter Schwefelsäure auflösen und das aufschwimmende Fett, welches sich durch Reinheit auszeichnen soll, abschöpfen. Zu diesem Zwecke werden passend 3 Bleipfannen mit je 1t Schwefelsäure von 45° B., welche auf 60° erwärmt ist, verwendet. In diese erwärmte Säure wird eine bestimmte Menge Knochen gegeben, welche sich in 3 Tagen aufgelöst und in eine dünnflüssige Lösung verwandelt hat, auf deren Oberfläche das aus den Knochen abgeschiedene Fett sich befindet, welches mit flachen Gefäſsen abgeschöpft wird. Schwimmen noch einzelne harte Knochen, von |264| Zähnen u. dgl. herrührend, auf der Oberfläche der Lösung, so füllt man dieselben in die nebenstehende Pfanne, in welcher sie noch einen Tag Zeit haben, sich aufzulösen. Man nimmt die drei neben einander stehenden Pfannen in der Weise in Arbeit, daſs jeden Tag in einer Pfanne das Fett abgeschöpft und dann die Lösung weiter verarbeitet werden kann. Das abgeschöpfte Fett wird zum Entfernen der etwa noch daran haftenden Schwefelsäure mit warmem Wasser ausgewaschen.

Die nach dem Abschöpfen des Fettes übrigbleibende Lösung wird durch Vermischen derselben mit irgend einem Calciumphosphate in Superphosphat mit löslicher Phosphorsäure und löslichem Stickstoff verwandelt.

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