Titel: Verfahren zur Nachweisung von Chlor und Jod.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 12 (S. 304)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi07_12

Verfahren zur Nachweisung von Chlor und Jod.

Erhitzt man nach J. Krutwig (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1884 S. 341) Jodkalium mit der 6 fachen Menge von Kaliumbichromat über einer kleinen Flamme, so entweicht alles Jod nach der Zersetzungsgleichung: 6KJ + 5K2Cr2O7 = 6J + Cr2O3 + 8K2CrO4. Die Menge des ausgetriebenen Jodes wird aus dem Gewichtsverluste oder aus dem bei der Behandlung der Reactionsmasse zurückbleibenden Chromoxyde berechnet. Chlornatrium dagegen wird von Kaliumbichromat nicht angegriffen.

Man kann also ein Gemisch von Jodkalium und Chlornatrium trennen, indem man dasselbe mit Kaliumbichromat im Porzellantiegel erhitzt. Das Jod läſst sich durch Gewichtsverlust oder durch Wiegen des gebildeten Chromoxydes bestimmen. In der von Chromoxyd abfiltrirten und mit Salpetersäure angesäuerten Lösung wird das Chlornatrium durch Silbernitrat gefällt und als Chlorsilber gewogen.

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