Titel: M. Kunz's Verfahren zum Poliren von Holzgegenständen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 4 (S. 340–341)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi08_4
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M. Kunz's Verfahren zum Poliren von Holzgegenständen.

Um bei polirten Holzgegenständen das Ausschwitzen von Oel und dadurch bewirktes Blindwerden der Politur zu vermeiden, wird bei dem Verfahren von M. Kunz in Oberhausen bei Augsburg (D. R. P. Kl. 22 Nr. 26424 vom 24. Juni 1883) beim Abschleifen mit Bimsstein nicht Leinöl, sondern eine Flüssigkeit als Zusatz verwendet, welche durch Auskochen von 6 Th. Rapsblüthen mit 3 Th. Erdöl und Zusetzen von 1 Th. Benzin erhalten wird. Nach dem Schleifen wird der Gegenstand mit einer warm hergestellten Auflösung von Knochenleim in Spiritus und Benzin eingerieben, wodurch ein harter Ueberzug entsteht, welcher die Poren verschlieſst und ein Austreten etwa darin enthaltener fettiger Bestandtheile unmöglich machen soll. Dieses Mittel hat vor der sonst verwendeten wässerigen Leimlösung den Vortheil, daſs sie die alkoholische Politur besser annimmt und die Farbe des Holzes nicht verändert.

Beim Poliren selbst wird nicht Leinöl verwendet, sondern ein Oel, welches durch Kochen von 4 Th. Erdöl mit 5 Th. Saft von Schöllkraut, Mariendistel o. dgl. unter Beifügung von 1 Th. Provenceröl erhalten wird. Die Milchsäfte solcher Pflanzen sollen das Ausdünsten und Trocknen der Politur befördern.

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