Titel: Zur Kenntniſs der Kobaltverbindungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 9 (S. 342–343)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi08_9

Zur Kenntniſs der Kobaltverbindungen.

Nach Versuchen von A. Potilitzin (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1884 S. 276) bestehen keine zwei isomeren Modificationen des Kobaltchlorüres CoCl2.2H2O, von welchen das eine dunkelviolett und das andere rosenroth sein soll. Auſser dem 6fach gewässerten Hydrate, CoCl2.6H2O, gibt es noch zwei bestimmte krystallinische Hydrate. Das eine, CoCl2.2H2O, ist rosenroth, mit einem Stiche ins Violette und bildet sich aus dem 6fach gewässerten bei |343| 45 bis 50°, oder bei gewöhnlicher Temperatur über Schwefelsäure; das andere CoCl2.H2O, ist dunkelviolett und entsteht aus dem 2fach gewässerten Hydrate beim Erwärmen desselben bei etwa 100°, oder aus dem 6fach gewässerten Hydrate beim Verdampfen einer alkoholischen Lösung desselben bei 95°; im letzteren Falle ist das entstehende, einfach gewässerte Hydrat krystallinisch. Die beim Erwärmen des Hydrates, CoCl2.2H2O, eintretende Aenderung der Farbe aus einer rosenrothen, mit violettem Stiche in eine dunkelviolette ist also durch eine Wasserausscheidung und die Bildung des einfach gewässerten Hydrates bedingt.

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