Titel: Ueber die Herstellung von Magneten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 5 (S. 389–390)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi09_5

Ueber die Herstellung von Magneten.

Aus den umfassenden Versuchen von V. Strouhal und C. Barus (Annalen der Physik, 1883 Bd. 20 * S. 621) ergeben sich für die Herstellung constanter Magnete folgende praktische Regeln:

|390|

1) Glasharte Stahlstäbe zu Magneten zu verwenden, ist durchaus unzweckmäſsig. 2) Ist der Stahlstab bei gewöhnlicher Temperatur gut gehärtet, dann setze man ihn auf lange Zeit (20 bis 30 Stunden, bei massiveren Magneten noch länger) z.B. in Wasserdampf von 100°. Unterbrechungen sind gleichgültig. Der Stahlstab befindet sich darauf in dem der Temperatur 1000 entsprechenden Grenzzustande der Härte. Dann wird der Stahlstab (gleichgültig, ob er schon vorher magnetisirt worden ist) bis zur Sättigung magnetisirt und darauf wieder etwa 5 Stunden (bei massiveren Magneten eher noch länger) im Wasserdampfe von 100° gehalten. Erst dann ist der Magnet, der sich nunmehr in dem der Temperatur 100° entsprechenden magnetischen Grenzzustande befindet, zu magnetischen Messungen zu verwenden.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: