Titel: Wilh. Lorenz's Patronenhülsen für schwere Geschütze.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 1 (S. 434)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi10_1

Wilh. Lorenz's Patronenhülsen für schwere Geschütze.

Statt der bisherigen Kartuschbeutel fertigt W. Lorenz in Karlsruhe (* D. R. P. Kl. 72 Nr. 26123 vom 8. April 1883) für schwere Geschütze, z.B. für 8cm,4 Feldgeschütze, Patronenhülsen aus Metall, die entweder aus einem Stücke gezogen sind, wie dies auch anderwärts bereits geschehen ist, oder welche aus zwei Theilen, dem Hülsenmantel a und dem Bodenstulpen b (Fig. 11 bis 14 Taf. 31), bestehen. Die Art der Zusammenfügung dieser beiden Theile, welche durch Anpressen oder durch Annieten. erfolgt, ist aus den Zeichnungen ersichtlich. Beim Abfeuern pressen die Pulvergase die Verbindungsstellen noch mehr zusammen, indem sie die Hülse ausdehnen und den Boden an den Verschluſstheil des Geschützes andrücken, wodurch auch ein gasdichter Abschluſs erzielt wird. Die vorspringenden Bodenränder e dienen zum Ansätze eines Mechanismus behufs Herausziehen der abgeschossenen Hülsen. Mit patentirt wurde die Herstellung der Hülsen aus einer beim Abfeuern schmelzenden Legirung. Deren Zweck ist nicht angegeben; vortheilhaft für das Geschütz, die Treffsicherheit und Wirkung dürfte sie kaum sein.

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