Titel: Whitley's Verfahren zur Herstellung von Fluſseisenblechen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 8 (S. 437)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi10_8

Whitley's Verfahren zur Herstellung von Fluſseisenblechen.

Nach einer Mittheilung in Stahl und Eisen, 1884 S. 296 sind von J. Whitley in Leeds umfangreiche Anlagen geschaffen worden, um nach einem neuen Verfahren mit Hilfe der Centrifugalkraft Fluſseisenbleche für Schiffsbauzwecke, Kessel u. dgl. herzustellen.

Ein hohler Metallcylinder, welcher mit feuerfestem Material ausgekleidet ist, dreht sich mit groſser Geschwindigkeit um eine wagrechte Achse. Eine mit Löchern versehene Rinne geht der ganzen Länge nach durch diese Trommel; durch dieselbe wird weiches Fluſseisen eingegossen und vertheilt sich durch die Löcher ausflieſsend gleichmäſsig über die ganze Länge der Trommel. Indem dasselbe nun durch die Centrifugalkraft an die Wandungen des umlaufenden Gefäſses gepreſst wird, bildet das Eisen nach dem Erstarren einen Cylinder, der noch warm aus der Form genommen, mittels einer Säge der Länge nach aufgeschnitten und zu Blech ausgewalzt wird.

Wie Whitley mittheilt, stellt derselbe z.B. Schiffsblech dar, indem er in einer solchen umlaufenden Trommel von ungefähr 1m,5 Durchmesser und 1m,5 Länge einen Cylinder von 25mm Wandstärke gieſst und denselben nach dem Aufschneiden zu einer Blechtafel von 9m,15 Länge, 1m,5 Breite und 13mm Dicke auswalzt. Mit einer 2m,75 langen Form soll kürzlich sogar ein Cylinder von 1500k glücklich fertig gestellt worden sein. Es ist anzunehmen, daſs nach diesem Verfahren Bleche guter Beschaffenheit hergestellt werden können, da die ungleichmäſsige Erwärmung dicker Guſsblöcke umgangen ist und die Vortheile des Centrifugalgusses zur Erzeugung dichten Metalles beitragen können.

Ohne Zweifel bezieht sich dieses Verfahren auf * D. R. P. Kl. 31 Nr. 13163 vom 2. März 1880 (vgl. 1882 244 * 273).

Z.

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