Titel: Wirkungsgrad der Wassersäulen-Propeller.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 252/Miszelle 1 (S. 526)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj252/mi252mi12_1

Wirkungsgrad der Wassersäulen-Propeller.

Ueber den Wirkungsgrad der Wassersäulenpropeller in Vergleich zu jenem der Schiffsschraube theilte S. W. Barnaby in der Institution of Civil Engineers und hiernach im Engineering, 1884 Bd. 37 S. 195 die Ergebnisse verschiedener Versuche mit, welche auf Veranlassung der englischen Admiralität veranstaltet wurden. Bei den Schraubenbooten ist der Wirkungsgrad der Maschine 0,77; jener der Schraube 0,65, also der Gesammtwirkungsgrad 0,5. Bei den Booten mit Wassersäulenbetrieb dagegen ist der Wirkungsgrad der Maschine 0,77, jener der Pumpe 0,46, der des Strahles 0,71, also der Gesammtwirkungsgrad 0,254. Obzwar also die Wirkung des Strahles an und für sich etwas gröſser ist als jene der Schraube, so arbeitet doch im Ganzen genommen ein Schraubenboot fast noch einmal so vortheilhaft als ein Boot mit Wassersäulenpropeller. Dieses ungünstige Ergebniſs ist lediglich auf Rechnung des geringen Nutzeffectes der Pumpe zu setzen. Sollte der Wassersäulenpropeller dem Schraubenpropeller in ökonomischer Beziehung erfolgreich Concurrenz machen können, so müſste die Pumpe ohne Verluste arbeiten. Zu bemerken ist noch, daſs der Wirkungsgrad des Strahles von 0,71 erst von Thornycroft im J. 1882 durch eine besondere Anordnung der Saugrohre erreicht wurde, während derselbe bei älteren Propellern nach Ruthven'schem Systeme erheblich kleiner war, so zwar, daſs nach Versuchen mit solchen sich der Gesammtwirkungsgrad nur zu 0,18 und 0,214 ergab.

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