Titel: Helsig's Support zum Aufspannen der Holzkämme auf der Bandsäge.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253 (S. 68–69)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/ar253024

Helsig's Support zum Aufspannen der Holzkämme auf der Bandsäge.

Mit Abbildungen auf Tafel 6.

Der in Fig. 8 und 9 Taf. 6 gezeichnete, von O. Helsig in Chemnitz (* D. R. P. Kl. 38 Nr. 24308 vom 4. März 1883) angegebene Support bezweckt ein nach vorgenommener Einstellung stets übereinstimmendes genaues Schneiden der Zapfen von Holzkämmen auf der Bandsäge, indem der Support in jeder der ihm zu gebenden Arbeitstellungen durch Anschläge gesichert wird.

Die Radkämme e werden zwischen den Backen g und h des Parallelschraubstockes f eingespannt, mit welchem sie um eine wagerechte Achse mittels des Handgriffes z gedreht und nach je einer Vierteldrehung durch die Klinke l festgestellt werden können. Auſserdem läſst sich die ganze Einspannvorrichtung mit ihrem Lager m auf dem Oberschlitten q eines Kreuzsupportes um eine lothrechte Achse drehen, zu welchem Zwecke eine durch die Kurbel o bethätigte und in das Zahnrad p eingreifende Schraube ohne Ende vorhanden ist. So kann das Werkstück bequem in die vier Lagen gebracht werden, welche zum Schneiden der Begrenzungsflächen des Zapfens erforderlich sind. Diese Stellungen werden für alle gleich zu fertigenden Zapfen ein für alle Mal vorgemerkt, indem zunächst ein Kamm eingespannt wird, bei welchem der zu schneidende Zapfen genau angerissen ist. Nachdem dieser einmal in die richtigen Stellungen gebracht ist, läſst sich der erforderliche Ausschlag der Einspannvorrichtung nach rechts und links durch entsprechendes Einstellen der Zeiger v, gegen welche der mit dem Lager m verbundene Zeiger x steht, genau markiren und ebenso der erforderliche Vorschub des Schlittens q durch Festschrauben des an dem Schlitten s verschiebbaren Anschlages F für alle noch zu schneidenden Zapfen genau begrenzen. Desgleichen sind an dem Schlitten s bezieh. der unteren Supportführung u Zeiger verschiebbar, mit deren Hilfe die Seitenverschiebungen entsprechend der Dicke des Zapfens angemerkt werden können. Sind alle diese Einstellungen vorgenommen, so führt man zunächst die Schnitte AA1 und BB1 aus, indem man den Oberschlitten gegen die Säge vorschiebt. Der Schraubstock wird dann um 90° im Lager m verdreht, so daſs jetzt die Schnitte CC1 und DD1 gemacht werden können. Die jedesmalige Schnitttiefe wird durch die vorher eingestellten Anschläge E am Oberschlitten und F am Mittelschlitten begrenzt. Um die Eckschnitte bei C1, D1, A1 bezieh. B1 zu machen, muſs der Parallelschraubstock völlig herumgeschraubt und der Oberschlitten ganz weit vorgeschoben werden; um dies zu ermöglichen, wird der von einer Feder L vorgedrückte Anschlag E mittels der excentrischen Scheibe K zurückgezogen; der Anschlag F kann dann frei vorbei gehen.

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Der Apparat, welcher von der Werkzeugmaschinenfabrik Union (vormals Diehl) in Chemnitz ausgeführt wird, kostet 300 M.

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