Titel: Ueber Wachsuntersuchungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 9 (S. 91–92)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi02_9

Ueber Wachsuntersuchungen.

Zur Bestimmung des Molekulargewichtes und der Atomigkeit höherer Fettalkohole wird die Probe nach C. Hell (Liebig's Annalen, 1884 Bd. 223 * S. 269) mit Natronkalk erhitzt und die Menge des nach folgender Zersetzungsgleichung entwickelten Wasserstoffes gemessen: R.CH2OH + NaOH = R.COOR + 2H2.

H. Stürcke (daselbst S. 283) hat mit Benutzung dieses Verfahrens die Bestandtheile |92| des Carnaubawachses untersucht. Dasselbe bildete eine harte, spröde, amorphe, strohgelbe Masse, welche bei 83 bis 83,5° schmolz. Das Wachs wurde verseift, ausgesalzen, getrocknet, die trockene Masse mit Petroleumäther fractionirt ausgezogen. Auſser einem bei 59° schmelzenden Kohlenwasserstoffe wurden 3 Alkohole und 3 Säuren isolirt:

Ein Alkohol C26H53.CH2OH vom Schmelzpunkte 76°, ferner Myricylalkohol C29H59.CH2OH vom Schmelzpunkte 85,5°, aus welchem die Melissinsäure C29H50.COOH vom Schmelzpunkte 90° dargestellt wurde, sowie ein zweisäueriger Alkohol C23H46(CH2.OH)2 vom Schmelzpunkte 103,5 bis 103,8°; aus diesem Alkohole wurde die Säure C23H46(CO2H)2 vom Schmelzpunkte 102,5° erhalten.

Eine Säure C23H47.COOH vom Schmelzpunkte 72,5°, isomer mit der Lignocerinsäure, dann eine Säure C26H53.COOH vom Schmelzpunkte 79°, identisch oder isomer mit der Cerotinsäure, schlieſslich eine Säure C19H38.CH2OH.COOH, eine Oxysäure bezieh. ihr Lacton, C19H38CH2.O.CO vom Schmelzpunkte 103,5°; daraus wurde die Dicarbonsäure C19H38(COOH)2 vom Schmelzpunkte 90° dargestellt.

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