Titel: Crane's Blechschere.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 2 (S. 131–132)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi03_2

Crane's Blechschere.

Die umstehend abgebildete Hebelschere von Ch. W. Crane in Batavia, Jowa, dient vor Allem zum Auschneiden länglicher Schlitze in Blech; dieselbe kann aber auch zum Abscheren und Theilen von Blech in Streifen oder zum Schneiden von Draht benutzt werden. Der Scherbacken und der Hebel bilden ein Stück; dasselbe ist am vorderen Ende winkelig abgebogen und in die Angel |132| für die Handhabe ausgeschmiedet; an dem anderen Ende ist das Scherblatt scharf abgesetzt und durch eine Zahnlücke von dem runden, im Gelenke excentrisch sitzenden Theile getrennt. Die Drehebene der Schere ist lothrecht, die Achse des Gelenkes befindet sich an der hinteren Kante des Werktisches. Der Bewegung des Scherbackens entsprechend ist in der Werkbank eine Furche ausgespart und dieselbe von zwei Stahlblättern b und c seitlich begrenzt; diese bilden die unteren Scherbacken. Beim Niederdrücken der Schere trifft diese das auf dem Tische aufruhende Blech zuerst mit dem scharfen Ende a, schert es durch und bildet einen länglichen Schlitz, dessen Abmessung entweder eine der vorhandenen Abstufungen des Scherblattes bildet, oder welche von einem Stöckchen d begrenzt wird. Das Stöckchen wird in einer Nuth des Schlitzes in der Werkbank geführt, wie aus der oberen Figur zu ersehen, und kann an verschiedenen Stellen festgeklemmt werden. Mit demselben schmalen Messer ist es möglich, auch breitere Schlitze zu bilden, indem durch Vorrücken der Blechtafel mehrere schmale Streifen nach einander ausgeschnitten werden.

Textabbildung Bd. 253, S. 132

Der Apparat dient als gewöhnliche Blechschere, wenn zuvor die Stahlschiene c losgeschraubt und entfernt wurde. In Folge der excentrischen Befestigung des Endtheiles der Schere im Gelenke ist es möglich, Draht abzuzwicken (vgl. obere Figur); hierbei werden aber die Enden immer stark gedrückt. (Nach dem Scientific American, 1883 Bd. 49 S. 338.)

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