Titel: W. Kaiser's selbstthätiger Feuermelder mit Controlapparat.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 5 (S. 133–134)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi03_5
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W. Kaiser's selbstthätiger Feuermelder mit Controlapparat.

Der selbstthätige Feuermelder, welchen Wilh. Kaiser, in Firma L. Artner in Wien, zur vorjährigen elektrischen Ausstellung geschickt hatte, arbeitet nach dem Praktischen Maschinen-Constructeur, 1884 * S. 73 mit Arbeitsstrom, indem beim Eintritte einer gewissen Temperatur das Quecksilber in einem mit groſser geschwärzter Kugel versehenen Thermometer den elektrischen Strom eines Minotto-Elementes durch einen Elektromagnet schlieſst, dessen Ankerhebel durch einen zweiten Hebel ein Signalscheibchen sichtbar macht und zugleich ein Leclanché-Element durch eine Lärmklingel schlieſst. Um aber trotz der Arbeitsstromschaltung die Beschaffenheit und Dienstbereitschaft der Leitung unter beständiger Controle zu halten (wie auch Ravaglia, vgl. 1884 251 165), stellt Kaiser durch ein Graphitstäbchen eine Nebenschlieſsung zu dem Thermometer her und schaltet in den Stromkreis einen zweiten Elektromagnet ein, dessen kreuzförmiger polarisirter Anker schon durch den schwachen, bloſs durch das Graphitstäbchen geschlossenen Zweigstrom, welcher in dem ersten Elektromagnete eine Anziehung des Ankers nicht zu bewirken vermag, so weit gedreht wird, daſs er einen zweiten Schlieſsungskreis des Leclanché-Elementes durch die Lärmklingel offen hält. Wird dagegen die Arbeitsstromleitung irgendwo unterbrochen, so dreht eine Spiralfeder den polarisirten Anker, auf dessen Achse sie wirkt, so weit zurück, daſs das an dem einen Stabe des Kreuzes angebrachte Signalscheibchen dem Wächter sichtbar wird und dieser Stab an seinem anderen Ende sich an eine Contactschraube legt und hier das Leclanché-Element durch die Lärmklingel schlieſst, während der zweite Stab des Kreuzes nunmehr über den Kernen des Elektromagnetes steht.

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