Titel: Jablochkoff's galvanisches Natrium-Element.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 3 (S. 173–174)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi04_3

Jablochkoff's galvanisches Natrium-Element.

Zur Herstellung von galvanischen Elementen von hoher elektromotorischer Kraft hat Jablochkoff nach den Annales industrielles, 1884 Bd. 1 S. 548 seine Zuflucht zum Natrium als negativer Elektrode genommen. Er verwendet dasselbe in Form von sehr kleinen Platten mit Elektroden aus gepreſster Kohle, wie letztere in vielen anderen Elementen benutzt werden. Das Element kann in einer Metallkapsel untergebracht und mit grob zerstoſsener Kohle umgeben werden. Die elektromotorische Kraft ist unter der Wirkung der Feuchtigkeit der Luft 4 Volt; bei Anwendung gewisser Metalloidlösungen kann dieselbe auf |174| 6 Volt gebracht werden; doch ist dies wegen des hohen Preises dieser Lösungen und der Schwierigkeiten in der Anwendung minder vortheilhaft. Natrium und Kupfer geben 3 Volt.

Weil das Natrium gierig das Wasser zersetzt, muſs das Element, während es nicht benutzt wird, in einem Naphthabade aufbewahrt oder mindestens luftdicht verschlossen werden. Doch behauptet Jablochkoff, die Verluste durch Verbrennen des Natriums während der Ruhe seien geringfügig. Zu dem hohen Preise des Natriums kommt die Gefahr von Explosionen in unerfahrenen Händen. Jablochkoff hat sich auch ein neues Verfahren zur Herstellung des Natriums patentiren lassen.

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