Titel: Verfahren zum Bleichen und Entfetten von Faserstoffen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 10 (S. 216)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi05_10

Verfahren zum Bleichen und Entfetten von Faserstoffen.

H. Köchlin in Lorrach, Elsaſs (D. R. P. Kl. 8 Zusatz Nr. 27 745 vom 1. December 1883, vgl. 1884 251 496) empfiehlt, Faserstoffe durch Tränken mit Alkalien oder kaustischen alkalischen Erden und nachfolgendes Erhitzen derselben mittels Dampfes oder heiſser Luft zu bleichen. Dadurch nun, daſs der zum Erhitzen dienende Dampf nie vollkommen luftfrei ist, kommt die mit Aetzalkali getränkte Baumwolle mit atmosphärischer Luft in Berührung, wodurch sie oxydirt wird. Um nun die Baumwolle vor einer solchen Oxydation zu bewahren und so die Festigkeit ihrer Fasern zu erhalten, ist es nothig, dem kaustischen Alkali einen reducirenden Stoff und zwar Natriumsulfit oder Natriumbisulfit beizufügen. Man taucht daher die Baumwolle u. dgl. in kochendes, mit Schwefelsäure gemischtes Wasser ein, um die Stärke haltigen Stoffe aus der Waare zu entfernen; hierauf wird dieselbe in ein Gemisch von Aetznatron und Natriumbisulfit gebracht, ausgepreſst und etwa 1 Stunde lang erhitzt. Die Menge des zuzusetzenden Natriumbisulfites richtet sich nach der Menge der Luft, welche der zu verwendende Dampf enthält.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: