Titel: Zur Darstellung von Bromwasserstoffsäure, insbes. aus Zinkbromid und Schwefelsäure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 6 (S. 215)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi05_6

Zur Darstellung von Bromwasserstoffsäure, insbes. aus Zinkbromid und Schwefelsäure.

Die Darstellungsmethoden der Bromwasserstoffsäure lassen sich nachte Ad. Sommer (Journal of the Society of Chemical Industry, 1884 S. 20 und 23) in vier Klassen eintheilen: 1) Direkte Verbindung von Brom und Wasserstoff. 2) Zersetzung von Wasserstoffverbindungen – wie H2S, HJ, NH3 und Oele – durch Brom. 3) Zersetzung von Bromverbindungen mit festen Metalloiden, (besonders PBr5) mit H2O. 4) Zersetzung von Metallbromiden durch Säuren. Von den unter 1 bis 3 aufgeführten Methoden liefert nur diejenige mit PBr5 gute Resultate.

Verfasser beschreibt nun eine von ihm neu vorgeschlagene Methode durch Zersetzung von ZnBr2 mit H2SO4. Das Zinkbromid wird mit Leichtigkeit durch Einwirkung von Bromwasser, welches ungelöstes Brom enthält, auf Zink dargestellt. Die Lösung wird schnell eingedampft. Um gleich das beständige Hydrat von HBr, welches 5H2O : 1HBr enthält, zu erzielen, destillirt man 225 Th. ZnBr2, 180 Th. Wasser (das Wasser in der Schwefelsäure eingeschlossen) und 196 Th. Schwefelsäure (als Monohydrat berechnet) in einer Retorte: ZnBr2 + 2H2SO4 + 10H2O = ZnSO4.H2SO4 + 2HBr.10H2O. Das Product wird zur Reinigung von H2SO4 mit BaCO3 versetzt und wieder destillirt (Siedepunkt 123°).

Sulfide lassen sich leicht in Sulfate überführen, wenn man dieselben zuerst mit Salpetersäure erwärmt und dann langsam concentrirte Bromwasserstoffsäure zusetzt.

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