Titel: Spencer und Bagshawe's Panzerplatte.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 2 (S. 252)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi06_2

Spencer und Bagshawe's Panzerplatte.

Um Panzerplatten widerstandsfähiger gegen Geschosse zu machen, werden nach dem Vorschlage von J. W. Spencer in Newburn-Steel-Works bei Newcastle und W. Bagshawe in Newcastle (* D. R. P. Kl. 65 Nr. 27436 vom 14. Oktober 1883) die Innenkörper der Platten der Schiffsform entsprechend gegossen und die Auſsenseite mit Hartguſsstücken oder Buckeln besetzt; letztere sollen die Kraft des Geschosses vermindern und die Ausdehnung der sonst stets auftretenden sternförmigen Risse verhindern. Die Panzerplatte wird beim Gusse mit den zur Aufnahme der Hartguſsstücke geeigneten Vertiefungen versehen, in welche nach der Kühlung und Abnahme von der Form die Hartguſsstücke oder Buckel eingepaſst werden. Die Fugen werden dann mit einer geeigneten Mischung von Guſseisen ausgegossen, welches theilweise durch die darunter befindliche Stahlplatte, theilweise durch die aufgelegten Hartguſsstücke gehärtet wird. Wenn die Stärke der Panzerplatten nicht so bedeutend ist, daſs die Hitze des geschmolzenen Stahles die damit in Berührung kommenden kalten Hartguſsstücke schmelzen würde, so kann man beim Gusse der Stahlplatten die Hartguſsstücke von vorn herein in die. Form einsetzen. Der geschmolzene Stahl wird dann in die Form gegossen und die Hartguſsstücke betten sich gleich beim Gusse in die Oberfläche der Platte ein; diese wird dann herausgenommen und auf gewöhnliche Weise in den Kühlofen gebracht. (Vgl. Krupp 1884 252 43.)

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