Titel: Ueber die Einwirkung von Hydroxylaminsalzen auf Pflanzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 7 (S. 254)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi06_7

Ueber die Einwirkung von Hydroxylaminsalzen auf Pflanzen.

V. Meyer und E. Schulze werfen in den Berichten der deutschen chemischen Gesellschaft, 1884 S. 1554 die Frage auf, ob vielleicht das Hydroxylamin, dessen Zusammensetzung ja in der Mitte zwischen der der beiden Nährsubstanzen Ammoniak und Salpetersäure steht, bei der Assimilation des Stickstoffes durch die Pflanzen eine Rolle spiele. Man könnte sich denken, daſs im pflanzlichen Stoffwechsel die Salpetersäure durch Reduction, das Ammoniak durch Oxydation in Hydroxylamin übergeht und daſs dieses sich mit Aldehyd oder Keton artigen Körpern vereinigt. Entsprechende Versuche ergaben zwar, daſs Hydroxylaminsalze Gifte für Pflanzen und Thiere sind; es ist jedoch möglich, daſs das Hydroxylamin in gewissen Theilen der Pflanze bei der Bildung Stickstoff haltiger organischer Stoffe auf Kosten des Stickstoffes von Nitraten und Ammoniaksalzen nur als Uebergangsproduct auftritt, etwa wie Peptone im Thierkörper.

Dagegen ist M. Ballo (daselbst S. 6) der Ansicht, daſs der Pflanze die Stickstoffnahrung in der Form von Salpetersäure geboten werden muſs. Die den Pflanzen gelieferte freie Kohlensäure, H2CO3 und die des Calciumbicarbonates wird leicht zu Ameisensäure reducirt, welche von Salpetersäure in Oxalsäure übergeführt wird.

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