Titel: Zur Kenntniſs des Kümmelöles.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 11 (S. 303)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi07_11

Zur Kenntniſs des Kümmelöles.

H. Goldschmidt (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1884 S. 1577) hat zur Feststellung der Constitutionsformel des Carvoles aus den höher siedenden Bestandtheilen des Kümmelöles mittels seiner Schwefelwasserstoffverbindung abgeschiedenes Carvol mit Alkohol und freiem Hydroxylamin mehrere Stunden lang auf dem Wasserbade erwärmt. Dann wurde die Flüssigkeit in Wasser gegossen, wobei sich ein bald zu einer weiſsen, festen Masse erstarrendes Oel ausschied; dieses wurde in verdünnter Salzsäure gelöst, wobei nur geringe Mengen einer öligen Substanz zurückblieben, welche durch Filtration durch ein nasses Filter entfernt wurde. Die salzsaure Lösung wurde mit kohlensaurem Ammon übersättigt, wobei sich weiſse Blättchen abschieden, welche getrocknet den Schmelzpunkt 66,5° zeigten. Die Analyse bewies, daſs die Reaction nach der Gleichung C10H14O + H2NOH = H2O + C10H14NOH verlaufen war. Die neue Verbindung ist als Carvoxin zu bezeichnen. In alkoholischer Lösung, mit essigsaurem Phenylhydrazin versetzt, bildet sich die Verbindung C10H14N.NH.C6H5. (Vgl. Flückiger S. 175 d. B.)

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