Titel: Dichtung für Pumpenventile.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 2 (S. 299–300)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi07_2

Dichtung für Pumpenventile.

Die Dichtung der Pumpenventile bei der unterirdischen Wasserhaltungsmaschine auf der ersten Tiefbausohle am Schachte II (Erkershöhe) der fiscalischen Steinkohlengrube Friedrichsthal bei Saarbrücken wurde anfangs mittels Eichen-Hirnholz bewirkt, welches jedoch keine lange Dauer hatte. Auch der Versuch, statt des Holzes Lederringe, welche mit Holzstiften an einander geheftet waren, zu verwenden, miſslang, da bei dem vorhandenen Drucke von 21 bis 22at die oberen Lederringe an einzelnen Stellen sich herausquetschten, wozu der Umstand auch mit beigetragen haben mag, daſs namentlich der obere Lederring durch das Arbeiten (Hämmern) des Ventiles sich ausweitete. Im Herbste 1879 wurde ein Versuch mit Dichtungsringen aus Hartgummi gemacht, welcher als vollständig gelungen bezeichnet werden muſs. Von den damals mit Hartgummidichtung versehenen Pumpenventilen befinden sich heute noch einige in Benutzung. Die Dichtungsflächen derselben sind nach 4jährigem Betriebe von täglich 7 bis 8 Stunden noch ebenso glatt wie zu Anfang, trotzdem das schlammige Grubenwasser ohne weitere Klärung, als sie der Sumpf gewährt, in die Pumpen gelangt. Bei anderen Ventilen muſsten inzwischen die Dichtungsringe |300| erneuert werden, weil die ersten Ringe in der schwach schwalben-schwanzförmigen Nuth nicht genau genug eingepaſst waren. Die Hartgummidichtung hat sich sowohl bei zweisitzigen Teller-, als auch bei viersitzigen Glockenventilen vorzüglich bewährt.

Auf der Steinkohlenzeche Gottessegen im Bergreviere Oestlich-Dortmund wurden bei überaus sauren Grubenwassern statt der bisherigen Guſseisen-Pumpenventile mit vorzüglichem Erfolge sowohl Saug-, als Druckventile von 315 bezieh. 445mm Durchmesser ganz aus Hartblei angewendet. (Nach der Zeitschrift für Berg-, Hütten- und Salinenwesen, 1884 S. 284.)

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