Titel: Lauth's Gieſsen des Thones in Gypsformen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 5 (S. 300)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi07_5

Lauth's Gieſsen des Thones in Gypsformen.

Das für kleinere Gegenstände altbekannte Gieſsverfahren des Thones in Gypsformen wird nach Ch. Lauth, Verwalter der Porzellanfabrik zu Sèvres, im Génie civil, 1884 Bd. 5 * S. 155 für gröſsere Gegenstände in folgender Weise angewendet. Da nämlich durch Aufsaugen des Wassers seitens des Gypses aus der ihn berührenden Thonmilch zwar eine steife Thonschicht gebildet wird, diese jedoch ohne weiteres nicht fest genug ist, um nach dem Abflüsse der überschüssigen Thonmilch der eigenen Schwere gegenüber ihre Gestalt zu bewahren, so wird die Festigkeit der Thonschicht, dem Ergebnisse des vorliegenden Verfahrens, durch Luftdruck unterstützt, welcher theils gewissermaſsen tragend, theils aber entwässernd, also festigend wirkt. Je nach Gestalt und Gröſse der zu gieſsenden Gegenstände wird entweder die Form von einem Metallgefäſse luftdicht umschlossen und aus dem zwischen Form und den Wandungen des letztgenannten Gefäſses bleibenden Hohlraum die Luft gesaugt, so daſs die freie Luft auf die Thonschicht drückt, oder man läſst künstlich erzeugten Luftdruck auf die Thonschicht wirken. Einzelheiten findet man in der Quelle angegeben. Es erinnert dieses Verfahren an die Thätigkeit des Saugekastens bei Papiermaschinen.

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