Titel: Bréguet's Bogenlichtlampe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 4 (S. 348–349)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi08_4

Bréguet's Bogenlichtlampe.

In den elektrischen Lampen für Bogenlicht, von denen die Firma Maison Bréguet in Paris während der vorjährigen Wiener Ausstellung 13 Stück in der Rotunde in Betrieb hatte, theilt sich der Strom nach Engineering, 1883 Bd. 36 * S. 377 in zwei Zweige, von denen der erste die Kohlenstäbe und dann einen Elektromagnet E1 durchläuft, mit dessen Anker A1 der untere Kohlenträger verbunden ist; der zweite Zweig durchläuft einen Elektromagnet E2, dessen Anker A2, wenn letzterer angezogen wird, einen Aufhalter vor den Spitzen eines kleinen Sternrades wegzieht und dadurch dem oberen Kohlenträger gestattet, sich zu senken, wobei dieser durch Zahnstange und einige Räderpaare das Sternrad mit in Umdrehung versetzen muſs. Der Anker A2 wird natürlich angezogen, wenn durch Vergröſserung des Lichtbogens und seines Widerstandes der zweite Stromzweig gröſsere Stärke erreicht, und die obere Kohle senkt sich dann, bis der Lichtbogen wieder auf seinen normalen Widerstand gebracht ist. Anfänglich berühren sich die beiden Kohlen; durch die Stromzuführung zieht dann der Elektromagnet E1 mit seinem Anker A1 auch die untere Kohle nach unten und laſst so den Lichtbogen entstehen. Hört aber schlieſslich der Strom auf, so geht A1 empor und wirkt dabei zugleich mittels eines zweiarmigen Hebels und einer Zugstange auf den Ankerhebel des höher liegenden |349| Elektromagnetes E2, nähert dessen Anker den Kernen und hebt dadurch ebenfalls den Aufhalter aus den Spitzen des schon erwähnten Sternrades aus und zwar bleibend, weshalb jetzt – beim Auslöschen der Lampe – die obere Kohle bis zur Berührung mit der unteren herabsinkt und nun die Lampe für die nächste Entzündung in Bereitschaft ist.

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