Titel: Gewinnung von Ammoniumsulfaten und Salzsäure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1884, Band 253/Miszelle 7 (S. 350)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj253/mi253mi08_7

Gewinnung von Ammoniumsulfaten und Salzsäure.

Wenn Chlorammonium zur Gewinnung von Salzsäure in derselben Weise wie Chlornatrium mit äquivalenten Mengen Schwefelsäure erhitzt wird, so findet dabei nach L. Mond in Northwich, England (D. R. P. Kl. 75 Nr. 28063 vom 7. November 1883) nur eine theilweise Austreibung der Salzsäure statt und es bleibt ein saurer Rückstand zurück, der noch Chlorammonium enthält und aus welchem bei stärkerem Erhitzen Chlorammoniumdämpfe entweichen. Um alle Salzsäure aus dem Chlorammonium und andererseits aus dem. Rückstande neutrales schwefelsaures Ammoniak zu erhalten, verfährt Mond folgender maſsen: Das Chlorammonium wird mit einem Ueberschusse (nahezu 2 Aeq.) von Schwefelsäure versetzt und erhitzt, bis alle Salzsäure ausgetrieben ist. Der flüssige Rückstand besteht aus saurem schwefelsaurem Ammoniak. Dasselbe wird der Operationspfanne entzogen und nach dem Erhärten in Stücke gebrochen. Zum Zwecke der Ueberführung in neutrales Salz wird das saure Salz der Einwirkung von ammoniakalischen Gasen ausgesetzt, wie solche z.B. durch Destillation von Gaswasser oder anderen ammoniakalischen Flüssigkeiten erhalten werden. Diese Arbeit wird am besten in einer Reihe von Kammern ausgeführt, welche so mit einander verbunden sind, daſs ein methodischer Betrieb möglich ist. Man kann auch die ammoniakalischen Gase direkt auf das geschmolzene saure schwefelsaure Ammoniak einwirken lassen, oder die Neutralisation vornehmen durch Versetzen des sauren Salzes mit einer Lösung von Ammoniak, kohlensaurem Ammoniak und dergleichen leicht zersetzlichen Ammoniaksalzen.

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